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Lohen in Unsernherrn


   
   
Lohen sind die regionale Bezeichnung für Altwässer und ehemalige Flutmulden der Donau und der Sandrach.

Lohe in Unsernherrn

Sie entstanden vor dem Donaudurchstich, als beide Flüsse auf einem bis zwei Kilometer breiten Streifen frei mäandrieren konnten. Diese Altwasserreste, erkennbar an den bogenförmigen, auwaldartigen Gehölzstreifen, sind meist schon verlandet, vielfach auch überbaut, aufgefüllt und eingeebnet.

Trotz der zum Teil erfolgten Überbauung lässt sich im Süden der Stadt Ingolstadt der Verlauf eines alten Donauarms im Bereich der Straße "Am Lohgraben" erkennen.

Im Flächennutzungsplan der Stadt Ingolstadt von 1996 wurden Lohen als wichtiges Gliederungs- und Landschaftselement ausgewiesen.

Große Bedeutung kommt den Lohen für den Arten- und Biotopenschutz zu. 81 Tier- und 293 Pflanzenarten konnten nachgewiesen werden, davon 16 Pflanzen und 14 Tiere der sog. "Roten Listen".

Im Rahmen des Lohenprogramms des Ingolstädter Gartenamts wurden in Zusammenarbeit mit dem Umweltamt gezielte Renaturierungen durchgeführt, z.B. in der Aubürgerlohe, Einbrucklohe, Steiglehnerlohe, Angerlohe und Unterangerlohe.

Die Einbogenlohe bei Spitalhof, vertreten bei der "EXPO 2000" im Rahmen des Lohen- und Auen-Programms der Stadt Ingolstadt, kann dabei als Musterbeispiel für eine Lohe angesehen werden.


(Quelle: "Über Ingolstadt", AG Luftbild des Christoph-Scheiner-Gymnasiums Ingolstadt, 2000, Verlag Donau Courier Ingolstadt)


   
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