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Geschichte - Gegenwart - Zukunft
                   
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Zeittafel


   
   
Jahr Ereignis
1376 Erste urkundliche Erwähnung "Unseres Herrn Leichnam" aufgrund einer Stiftung der bayerischen Herzöge Stephan, Friedrich und Johann. Diese Stiftung enthielt einen Seelsorgeposten und mehrere Gottesdienste. Als Seelsorger wurde ein Kaplan eingesetzt, der wöchentlich einmal nach "Klein-Salvator" kam und eine Messe hielt. Vorher war die Kapelle nur eine Wallfahrtstätte ohne Priester, für deren bauliche Entstehung kein Nachweis besteht.
1377 Die Kirche wird finanziell vom Augsburger Bischof Burkhardt der Pfarrei Zuchering, seelsorgerisch jedoch der Parrei St. Moritz unterstellt.
1407 Nach Errichtung der zweiten Ingolstädter Pfarrei zur "Schönen Unserer Lieben Frau", wurde Unsernherrn neben Hundszell und Haunwöhr dieser zugesprochen, während Rothenturm und Kothau bei der Unteren Pfarrei St. Moritz verblieben.
1456 Gründung eines Klösterchens neben der Pfarrkirche durch Bischof Johann von Eichstätt, das in Ordensangelegenheiten dem Eichstätter Dominikanerkloster St. Peter unterstand.
1463 Das Ingolstäder Steuerbuch zählt in Kothau 15, Rothenturm 13, Unsernherrn 25, Hundszell 26 und Haunwöhr 10 Anwesen.
1502 Die Filialkirche Klein-Salvator wird zur Expositur erhoben. Der Kaplan erhält seinen festen Wohnsitz in Unsernherrn.
1504 Landshuter Erbfolgekrieg. Pfälzische Landsknechte lagern in Unsernherrn. Nach diesem Krieg entsteht unter Pfalzgraf Ott-Heinrich die Pfalz Neuburg. Die Dörfer südlich der Sandrach werden protestantisch.
1506 Filialkirche "Klein Salvator" wird zur Expositur erhoben, wodurch der Kaplan auch einen festen Wohnsitz in Unsernherrn erhielt.
1542 Pfalzgraf Ott-Heinrich tritt zum protestantischen Glauben über. Die Dörfer südlich der Sandrach werden protestantisch.
1546 Schmalkaldischer Krieg. Feindliche Heere dringen über Pöttmes und Reichertshofen in die Au vor. Die Kirche wird entweiht und geplündert. In diesem Krieg wird das Siechenhaus am Kreuztor in Ingolstadt zerstört.
1550 Wiedereinweihung der Kirche.
1555 Auf Befehl Herzog Albrechts wurde ein neues Siechenhaus "zu Klein-Salvator nahe bei der Sonnenbrücke" (in Süd-Unsernherrn) erbaut.
1565 Erwähnung von Hochwasser, das regelmäßig wiederkehrt und stets die ganze Gegend unter Wasser setzt.
1595 Erhöhung des Kirchturmes und Weihe einer neuen Glocke.
1632 Dreißigjähriger Krieg. Ende April, Anfang Mai lagern die Schweden vor Ingolstadt in Unsernherrn. Die Kirche und viele Hofstellen gehen in Flammen auf.
1637 Kaplan Georg Streicher bekommt die Erlaubnis eigene Pfarrbücher zu führen.
1642 Neues Pfarrhaus wird errichtet.
1649 3 alte Personen und 5 Kinder sterben an "hitziger verdächtiger Krankheit" ("ungarisches Fieber")
1650 Der Ausbruch der Pest fordert 58 Menschenleben aus der Gemeinde
1664 Dem Kaplan wird erlaubt, eigene Pfarrbücher zu führen. Vor dieser Zeit wurden alle Taufen, Trauungen und Sterbefälle in den Büchern der Unteren und Oberen Pfarrei eingetragen.
1704 Spanischer Erbfolgekrieg. Mehrere österreichische Regimenter quartieren sich in den Audörfern ein. Die Bevölkerung flieht in die befestigte Stadt und bleibt dort ein Vierteljahr.
1714 Die Pulvermühle wird auf Befehl des Kurfürsten Max Emanuel von der Donau an die Sandrach verlegt.
1743 Österreichischer Erbfolgekrieg um die deutsche Kaiserkrone. Feindliche Truppen unter Feldmarschall von Seckendorf lagern in Unsernherrn. Sämtliche Erntevorräte der Einheimischen werden geplündert.
1784 In der Nacht vom 28. auf den 29. Februar werden die Bewohner der Au von einem verheerenden Hochwasser überrascht
1796 Feindlicher Einfall in die Audörfer durch die Franzosen unter General Delmas, nachdem am Kastulusberg eine Schlacht gefallen ist.
1800 Die Franzosen kommen wieder als Sieger über den Bayerischen Kurfürsten und werfen bei Unsernherrn Schanzen auf. General Moreau läßt mehrere tausend Bauern zur Demolierung der Festung Ingolstadt zusammentreiben.
1805 Das Siechenhaus mit all seinen Besitzungen wird veräußert, nachdem die Belegung von "ausgesonderten Kranken" immer mehr zurückgeht. Die noch Verbliebenen werden in das Krankenspital Ingolstadt verlegt.
1807 Die Kaplanstelle Unsernherrn wird zur selbständigen Pfarrei Unsernherrn erhoben.
1813 Die fünf Audörfer, deren Einwohner seit 1347 Bürger der Stadt Ingolstadt sind, werden aus dem Stadtverband ausgegliedert und zur eigenständigen Gemeinde Unsernherrn erkoren.
1826 König Ludwig I. kommt in Begleitung seiner Gattin auf dem Weg nach Ingolstadt durch Unsernherrn. An der Sandrachbrücke (Sonnenbrücke), die zugleich Gemeinde-, Bistums- und Landesgerichtsgrenze ist erhebt sich eine gotische Ehrenpforte aus Tannengrün. Unter ihr werden sie feierlich von Bischof Österreicher von Eichstätt sowie Schulinspektor Pfarrer Rabl und dem Gemeindevorstand empfangen.
1862 Ein Blitzschölag zerstört die damalige kuppelförmige Kirchturmlaterne.
1866 Bau der Bahnlinie Richtung München.
1868 Nach vielen Reparaturversuchen wird die schadhafte Turmkuppel durch eine schiefergedeckte Turmspitze ersetzt, die auch heute noch den Kirchturm schmückt.
Die alte Schule, ein kleines Gebäude, das den Anforderungen nicht mehr gewachsen ist wird abgerissen und an der gleichen Stelle ein neues, größeres Schulhaus errichtet.
1872 Bau der Bahnlinie Richtung Regensburg.
1873 Bau der Bahnlinie Richtung Augsburg.
1874 Gründung des Krieger- und Soldatenverein Unsernherrn am 17. Juli
1876 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Unsernherrn, die zunächst auch für Rothenturm, Niederfeld und Kothau zuständig ist.
1877 Die evangelische Schule in Unsernherrn wird eröffnet. Hier werden die protestantischen Kinder der gesamten Gemeinde einschließlich von Oberstimm, Mändelfeld, Brautlach und Ebenhausen eingeschult.
1883 Das neue katholische Schulhaus wird schon wieder zu klein. Durch einen Umbau kann der bisherige Schulstadel in den Schulhauskomplex eingeschlossen werden. Der Altbau der Schule konnte dieses Erscheinungsbild bis heute erhalten.
1888 Bei umfangreichen Restaurationsarbeiten am Kirchturm wird eine Uhr installiert.
1892/93 Um die Jahreswende 1892/93 Gründung der ZSG Bavaria Unsernherrn im Gasthof Anton Mertl.
1902 Das Sandrach-Moorbad im Ortsteil Siechenhausen wird eröffnet.
1903 Eröffnung der Postagentur in Unsernherrn an der Münchner Straße.
1908 Gründung des "Schützenverein Adler"
1912 Gründung des "Männergesangsverein Unsernherrn" am 12. November
1922 Einweihung des Kriegerdenkmals, das, bezuschußt durch die Gemeinde, vom Kriegerverein Unsernherrn errichtet und gepflegt wird.
1924 Eröffnung der ersten Tankstelle in Unsernherrn an der Münchner Straße.
1926 Franz Rieder (Oberlehrer aus Hundszell) wird Ehrenbürger von Unsernherrn
1934 Begradigung der Münchner Straße im Ortsteil Siechenhaus.
1936 Das Sandrach-Moorbad, das nun schon seit Jahren von der Gemeinde unterhalten wird, entspricht nicht mehr den allgemeinen Bedürfnissen. Es wird vom Gemeinderat beschlossen, die Badeanstalt instandzusetzen. Zu den Ausführungen kommt es allerdings nicht.
1946 Gründung des Fußballvereins "SV-Unsernherrn"
1950 Friedhofserweiterung.
1951 Auflösung des "SV-Unsernherrn"
1953 Martin Wöhrl und Mathias Weißberger werden Ehrenbürger von Unsernherrn
1954 Neues Gerätehaus für Freiwillige Feuerwehr
1955 Bei der Bebauung des Ortsgebietes Siechenhaus ergeben sich Schwierigkeiten bezüglich der Orstzugehörigkeit. Aufgrund von Nachforschungen ist eine Grenzfestsetzung zum Hauptort unbekannt. Die Ortsbezeichnung "Siechenhaus" wird aufgehoben.
Anbau einer Klosettanlage an das Schulhaus.
1957 Bau eines neuen Sandrachsteges, da der alte hölzerne Übergang nicht mehr den Sicherheitsvorschriften entspricht. Außerdem ist er bei Hochwasser stets vom Wasser überspült.
1957 Vereinsgründung des TSV Unsernherrn
1957 Errichtung des Sportplatzes am Sandrachweg
1958 Freiwillige Feuerwehr Unsernherrn schafft eigene Standarte an.
1962 Eingemeindung zur Stadt Ingolstadt am 01. Januar 1962.
1966 Bau des Kindergartens
1967 Neuer Sportplatzes an der Kranichstraße (heutiger Standort)
1968 Anbau eines neuen Schulgebäudes.
1969 Letzte Dampflokomotive fährt durch Unsernherrn
1970 Erdbeben in Unsernherrn! (im Januar)
1975 Grundsteinlegung für die neue Kirche.
1976 Erdbeben in Unsernherrn! (am 06. Mai, um 21:03 Uhr)
1977 Einweihung der neuen Kirche (mit wabenförmigem Grundriß neben der alten Kirche) durch Bischof Dr. Alois Brems aus Eichstätt (24. Juli 1977). Schutzpatron ist der Hl. Franziskus.
1977 Neubau und Eröffnung der Stockschützenanlage mit 10 Bahnen (erste Asphalt Stockbahnanlage in Ingolstadt!)
1978 Erdbeben in Unsernherrn! (am 03. September, um 05:08 Uhr)
1979 Neubau des Feuerwehrhauses der Freiwilligen Feuerwehr Unsernherrn.
1982 Bau der neuen Turnhalle. Einweihung der neuen Kirchenorgel.
1983 Einzug ins neu gebaute Sportheim
1989 Die 1903 eröffnete Postagentur an der Münchner Straße wird geschlossen, der Postkasten abmontiert.
1989 Überdachung der 3 westlichen Stockbahnen
1990 Kirchenrenovierung
1993 Umgestaltung der Münchener Strasse
1994 Verlegung der Augsburger Bahnlinie aus Unsernherrn heraus. Vollkommene Neugestaltung des nördlichen Ortseingangs von Unsernherrn.
1997 Abtragung des Bahndamms (Augsburger Linie)
1998 Umgestaltung der Hennenbühlstrasse
1999 Totale Sonnenfinsternis in Unsernherrn! (am 11. August, von 10:38 - 10:40 Uhr)
1999 Erdbeben in Unsernherrn! (am 16. August 1999)
1999 Umgestaltung von Am Damm und Wolfgang-Braun-Strasse
2001 Umgestaltung Brückenweg/Dorfstrasse
2003 Gründung der Dorfgemeinschaft Unsernherrn
2004 Mi, 04.08.04: 1 Liter Diesel kostet erstmals 1 Euro in Unsernherrn
2005 Neubau der folgenden Strassen: Martin-Wöhrl-Str., Kreszenz-Lackermaier-Str. und Stefan-Weiß-Str.
2006 Eröffnung der Süd-Ost-Tangente (14.11.2006)
2007 200 Jahre Pfarrei St. Salvator
2008 Einweihung des Dorfbrunnens (23.08.08)
2009 Die Erweiterung des Kriegerdenkmals für die Gefallenen und Vermissten des zweiten Weltkrieges
2011 Münchener Strasse erhält Flüsterasphalt
2012 Grundschule wurde renoviert und mit modernster Technik ausgestattet. Modellversuch Flexible Grundschule.

Wer noch weitere wichtige Ereignisse in der Geschichte von Unsernherrn kennt, die in diese Liste mit aufgenommen werden sollten, bitte melden.

Vielen Dank im Voraus! (E-M@il: webmaster@unsernherrn.de)


(Quelle bis 1962: G. Birzl, Unsernherrn, Geiger-Verlag 1989)


   
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